Gymnasium

Waldorferisierung der globalen Bildungssysteme - das Gymnasium bleibt die weit überlegene Bildungseinrichtung. PISA 2025 (3)

Sa. 24.10.2026— Inge Schuster

Inge SchusterIcon Politik & Gesellschaft Es war einmal ein kleiner Bub in Hamburg, der war in der Volksschule kein wirklich guter Schüler. Der Lehrer hat dem Vater gesagt: der Kleine taugt nicht fürs Gymnasium. Der Vater – selbst Pädagoge – hat sich damit aber damit nicht zufrieden gegeben und erreicht, dass sein Sohn in eine Waldorfschule aufgenommen wurde und diese erfolgreich absolvierte. Nach der Matura hat der junge Mann dann ein Studium der Physik angefangen, aber noch während des Grundstudiums hat die Begegnung mit einem renommierten Erziehungswissenschafter zur Neuorientierung seines Lebenswegs geführt. ……….So beginnt der wundersame Aufstieg des Andreas Schleicher (* 1964, Hamburg), der von einem für höhere Bildung als untauglich abgestempelten Schüler zum höchsten Amt der mit globaler Bildung befassten Sparte der OECD - zum Direktor für Bildung und Qualifikationen - führt und von dort aus zu einer weltweiten Transformation der Bildungssysteme nach dem Leitbild der Waldorfpädagogik. Dass diese in unseren Ländern - trotz eines sehr hohen sozioökonomischen Status der "Waldorf-Familien" und starker Motivation der Schüler - keine über das Mittelmaß hinausgehenden Leistungen erzielt, das von Schleicher systematisch diskriminierte Gymnasium aber um mehrere Lernjahre überlegen ist, steht auf einem anderen Blatt. 

Der naturwissenschaftliche Unterricht an unseren Schulen

Do, 22.06.2017 - 07:52 — Inge Schuster

Inge SchusterIcon Politik & GesellschaftDie ungemein stürmische Entwicklung der Naturwissenschaften und ihrer Anwendungen im letzten Jahrhundert prägt unsere Lebenswelt, spiegelt sich aber nicht in den Lehrplänen unserer Schulen wider. Der Fächerkanon und was wann und in welchem Ausmaß unterrichtet wird, hat sich kaum verändert, Chemie, Physik und Biologie sind unterrepräsentiert geblieben. Wie der jüngste PISA-Test zeigt, schneiden unsere Schüler in diesen Fächern nur mittelmäßig ab, haben zu wenig Interesse sich mit Naturwissenschaften zu beschäftigen und halten diese für ihr zukünftiges Berufsleben entbehrlich. Eine Bildungsreform, die ihren Namen verdient, sollte darauf hinarbeiten dem Naturwissenschaftsunterricht zu einem positiverem Image zu verhelfen und unserer Jugend Wissen und Können in diesen Fächern zu vermitteln, um sie auf eine naturwissenschaftlich orientierte Welt von Morgen vorzubereiten.

Frauen in den Naturwissenschaften: erst um 1900 entstanden in der k.u.k Monarchie Mädchenmittelschulen, die Voraussetzung für ein Universitätsstudium

Do, 27.04.2017 - 09:01 — Robert W. Rosner Robert W. RosnerIcon Wissenschaftsgeschichte

Frauen wurden erst ab 1897 zum Studium an der Philosophischen Fakultät und ab 1900 an der Medizinischen Fakultät zugelassen. Voraussetzung war die Ablegung einer Matura. Da es im ganzen Reich nur sehr wenige vorbereitende Schulen für Mädchen gab, mussten diese als externe Schülerinnen an Knabenschulen zur Matura antreten. Von der Regierung geförderte Schulen für Mädchen waren sechsklassige Lyzeen, die keinen Antritt zur Matura ermöglichten. Deren Absolventinnen konnten an der philosophischen Fakultät nur als außerordentliche Hörerinnen inskribieren, an der medizinischen Fakultät überhaupt nicht studieren. Der Chemiker Robert Rosner hat nach seiner Pensionierung Wissenschaftsgeschichte studiert und beschäftigt sich seitdem vor allem mit der Geschichte der Physik und Chemie in Österreich. *