pluripotente Stammzellen

Organoide als Modell für Rückenmarksverletzungen

Fr, 20.02.2026 — Ricki Lewis

Ricki LewisIcon Medizin

Wissenschafter der Northwestern University haben das bisher am weitesten fortgeschrittene Organoidmodell für menschliche Rückenmarksverletzungen entwickelt: Rückenmark-Organoide. Hergestellt aus humanen pluripotenten Stammzellen enthalten diese miniaturisierten Organe Neuronen, Astrozyten und Mikroglia (Immunzellen im ZNS) und bilden eine strukturierte Architektur von Nervengewebe. Die Genetikerin Ricki Lewis beschreibt eine eben erschienene Studie dieser Forschergruppe, die diese Organoide einsetzte, um relevante Arten von Rückenmarksverletzungen zu modellieren und eine aussichtsreiche, im Tierversuch zuvor erfolgreiche Peptid-Nanotherapie zu testen.*

Herzmuskelgewebe aus pluripotenten Stammzellen - wie das geht und wozu es zu gebrauchen ist

Do, 23.03.2017 - 22:44— Boris Greber Boris GreberIcon MedizinPluripotente Stammzellen gelten als wahre Schatzkiste - aus ihnen können theoretisch sämtliche Gewebe des menschlichen Körpers erzeugt werden, zum Beispiel von selbst schlagendes Herzmuskelgewebe. Der Molekulargenetiker Boris Greber (Forschungsgruppenleiter am Max-Planck Institut für molekulare Biomedizin, Münster) zeigt wie dies funktioniert und wie der Prozess besser kontrolliert werden kann. Mit seinem Team hat er hat herausgefunden, wie und welche zellulären „Steuerungshebel“ zur richtigen Zeit umgelegt werden müssen. Es ist ein eigentlich erstaunlich einfaches, in zwei Schritten verlaufendes Verfahren, das sich nutzen lässt, um an Herzmuskelzellkulturen die Ursachen genetisch bedingter Herzkrankheiten zu ergründen und mögliche Wirkstoffe zu testen.